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„Die Frau ist alt, sie kann/will keine Kinder mehr bekommen, also ist es kein Problem, wenn die Gebärmutter entfernt wird“. Das ist die landläuftige Meinung und eine „Begründung“, warum sich Frauen mit einem medizinsichen Problem am Uterus „unters Messer legen“ sollen und sich die Gebärmutter entfernen lassen sollen. Die Folge ist: ca. 500 mal pro Werktag (150.000 bis 130.000 mal pro Jahr!) wird einer Frau die Gebärmutter entfernt, ca. 70% dieser Operationen erfolgen bei benignen Befunden und sind absolut überflüssig.

Warum sollte man die Gebärmutter bei benignen Befunden erhalten!?

  • Erhalt der Integrität des Beckenbodens => kein zusätzliches (durch die OP verursachtes) Risiko auf eine Blasen-Senkung, die zur Harninkontinenz führt. Es gib so viele Patientinnen, die aufgrund der Hysterektomie Probleme haben, dass es wiederum andere Gynäkologen gibt, die sich darauf spezialisiert haben die Probleme durch eine erneute Operation wieder „hinzubiegen“ …
  • keine Risiko auf Komplikationen durch eine Operation! Auch eine „minimalinvasive OP“ ist ein großer, gravierender Eingriff in den Körper, nur die Narben auf der Oberfläche sind kleiner. Unter der Haut ist auch eine „minimalinvasive“ Hysterektomie eine große Verletzung, weil ein Organ entfernt wird
  • Geringere Morbidität (z.B. Blutverlust, Blasenverletzungen)
  • kein Risiko auf Ureterläsionen
  • Kürzere OP-Zeit und KH-Verweildauer, sowie schnellere Rekonvaleszenz (2-3 Tage im Vergeich zu 4-6 Wochen primär bei einer OP und ca. 6 Monate sekundär bis zur vollständigen Genesung)
  • Psychologische Vorteile für die Patientin
  • Keine Verschlechterung (Verbesserung ?) der Sexualität

Quelle (Seite 7) 

Allgemein schreibt das BQS-Institut für Qualität & Patientsicherheit dazu:

Die Hysterektomie ist ein chirurgischer Eingriff mit einer nicht unerheblichen Morbidität: Mögliche kurzfristige Komplikationen sind Wundheilungsstörungen, Organverletzungen und Infektionen. Mittelfristig können Frauen über Wochen und Monate unter Schmerzen, Schwäche, Müdigkeit und Abgeschlagenheit leiden (DeCherney et al. 2002, Rock 2001). Langfristig spielen seltene Folgen wie Senkungssymptome des Vaginalstumpfes, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr (Dyspareunien), eventuell Beschwerden durch einen vorzeitigen Ausfall der ovariellen Hormonproduktion oder das Residual-ovarian-syndrome (Schmerzen, Vergrößerung des Ovars und Dyspareunie bei Belassung der Adnexe) eine Rolle (Bernstein et al. 1998).

(Quelle)

Gemäß S3 Leitlinie ist es das primäre Ziel die Anzahl der abdominalen Hysterektomien zu reduzieren:

Das primäre Ziel ist, die Zahl der abdominalen Hysterektomien zu reduzieren. Darüber hinaus soll die Patientin, wenn eine organerhaltende Alternative eine Option darstellt, in die Lage versetzt werden, die individuell bevorzugte Methode zu wählen.

(Quelle)


Die Diagnose „Uterus myomatosus“ (Myom/e) ist inzwischen „kein Beinbruch“ mehr! Dieses medizinische Problem kann inzwischen mit „5 Stunden unbequem auf dem Bauch liegen“ gelöst werden, nach 2-3 Tagen ist man wieder fit! Die Nachwirkungen dieser Behandlung ist – verglichen mit den psychischen und körperlichen Folgen einer Hysterektomie – quasi schon vernachlässigbar gering.

Weiterführende Information über unnötige Hysterektomien und Alternativen zur Totaloperation erhalten Sie auch auf folgenden privat betriebenen Webseiten: