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Eine Hysterektomie wird von den Gynäkologen gerne als „kleiner Routine-Eingriff“ verharmlost und es gibt leider noch viel zu viele Patientinnen, die der Mär vom „nutztlosen Reproduktionsorgan, das man problemlos entfernen kann“ Glauben schenken.

Nun sind die Adjektive „harmlos“ und „klein“ subjektiv, darum möchte ich dem Leser die Möglichkeit geben sich selbst ein Bild zu machen. Im folgenden Video wird eine totale abdominale Gebärmutter-Entfernung durchgeführt:

Ein Routine-Eingriff ist das durchaus, ein „kleiner“ Eingriff sieht für mich als Laie allerdings anders aus, für mich sieht das eher so aus als hätte die Patientin ein riesen Loch im Bauch und würde ausgeweidet!

Neben der abdominalen Hysterektomie (Zugang per Bauchschnitt) gibt es noch den vaginalen Zugang oder „minimalinvasive“ Formen, eine Übersicht finden sie hier.

Hysterektomie mit vaginalem Zugang (VH):

Laparoskopische („minimalinvasive“)Hysterektome:

Das Adjektiv „minimalinvasiv“ (laparoskopisch) suggeriert, dass die Operation harmlos wäre, aber das trifft nicht zu, da es sich nach wie vor um die Entfernung eines Organs aus dem Körper handelt, der Operateur wählt nur einen anderen Zugangsweg (kein Bauchschnitt) und die sichtbare Wunde ist deutlich kleiner. Unter der Oberfläche jedoch ist die Wunde genauso groß.

Eine Hysterektomie ist kein „kleiner Eingriff“, es ist ein schwerer Eingriff in den Körper, unter anderem auch weil dabei das Peritoneum durchtrennt wird. Die Patienten muss u.a. folgende Risiken und Nebenwirkungen der Operation in Kauf nehmen (Quelle):

  • Nachblutungen und Hämatome
  • Verletzungen des benachbarten Gewebes und der benachbarten Organe (Blase, Darm, Harnleiter)
  • Infektionen

Komplikationen bei einer Gebärmutter-Enfternung durch die Scheide:

  • zu starke Verengung der Scheide und Folge davon u.a. Beschwerden beim Geschlechtsverkehr und Verlust des uterinen Orgasmus-Empfindens
  • Einengung des Harnleiters (Ureterstenose) durch Fäden oder Narben, die sich bilden

Komplikationen bei einer Gebärmutter-Entfernung durch die Bauchdecke

  • Blasen-Verletzung (Beispiel)
  • Verwachsungen
  1. Beim Durchtrennen des Peritoneums (Bauchfell) besteht grundsätzlich immer das Risiko einer postoperativen Peritonitis. Es ist nicht ganz einfach Statistiken dazu zu finden, die Angaben schwanken zwischen einem Risiko von 0.3% bei einer laparoskopisch durchgeführten Hysterektomie und bis zu 1% bei einer abdominal (Bauchschnitt) durchgeführten Hysterektomie. Eine Peritonitis ist eine schwerwiegende Infektion des Bauchfells, die – je nach Schwere – durchaus auch mit dem Tod der Patientin enden kann.
  2. bis zu 5% der Patientinnen an denen eine Hysterektomie durchgeführt wurde erleiden im Zuge der Operation eine Organ-Verletzung. (Quelle)
  3. Zwischen 0.5% und 3% der Patientinnen (je nach Operations-Methode) erleiden eine Urether-Verletzung. (Quelle)
  4. eine häufige Spätfolge einer Hysterektomie ist die Inkontinenz

Fazit: Eine Hysterektomie ist KEIN KLEINER, HARMLOSER Routine-Eingriff, die Folgen können u.U. gravierend sein und das weitere Leben der Patientin massiv beeinträchtigen! Diese Aussage trifft auf alle Arten der Hysterektomie zu, auch die s.g. „minimalinvasive Operation“. Bei letzterer sind zwar die sichtbaren Narben kleiner, es ist aber troz allem ein massiver und schwerwiegender Eingriff in den Körper! MRgFUS und UAE sind sehr gute, schonende Alternativen zur Hysterektomie, aber leider noch nicht sehr weit verbreitet.