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Die Hysterektomie, also die operative Entfernung der Gebärmutter, stellt immer noch eine der am häufigsten praktizierten „Heilungs-Methoden“ bei der Diagnose „Uterus myomatosus“ dar. Die Gründe dafür, warum dies im 21. Jahrhundert – obwohl für den Patienten deutlich bessere Methoden existieren und erfolgreich etabliert sind – immer noch so ist, sind vielfältig.

Eines der am häufigsten gebrauchten „Argumente“ zur Befürwortung einer Hysterektomie lautet (auf die Spitze gebracht): „die Frau ist alt, sie kann keine Kinder mehr gebären, also braucht sie ihre Gebärmutter nicht mehr, drum ist es das Beste den ganzen Mist einfach wegzuschneiden.“ Diese Meinung hört man leider nicht nur in-/direkt von Ärzten, es gibt auch genug Frauen, die diesen hanebüchenen Blödsinn glauben und weitergeben – zumindest ging es meiner Frau so. Dass eine Hysterektomie kein kleiner, harmloser Routine-Eingriff ist geht unter anderem auch diesem Artikel hervor.

Eine vorschnelle Hysterektomie bei der Diagnose „Myom“ wird inzwischen von Juristen als schwerer Behandlungs-Fehler betrachtet:  In dieser Klage wird klar festgestellt: der behandelnde Gynäkologe hätte seiner Patientin bei der Diagnose „Myom“ zunächst die MRgFUS-Behandlung oder die „Moym-Embolisation“ als die „beste“ Behandlungs-Methode empfehlen müssen. Dies hat er nicht getan und stattdessen eine Hysterektomie durchgeführt, bei der Komplikationen aufgetreten sind, die das Leben der Patientin in Folge massiv beeinträchtigen. Dass er dies nicht getan hat stellt – bereits in der Beratung der Patientin – einen schweren Behandlungsfehler dar.

Beispiele für mögliche Folgen einer Hysterektomie, bei denen die Patientin massive Folgen für Ihre Gesundheit hinnehmen musste:

Wirklich interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass der G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuss) am 21. Juni 2012 eine Aussetzung der Dokumentations-Pflicht für Hysterektomien beschlossen hat, obwohl 2012 über 130.000 Operationen dieser Art durchgeführt wurden. Man könnte fast meinen, da wäre eine Hysterektomie-Lobby am Werk gewesen. Inzwischen gibt es aber wieder die Empfehlung die Dokumentations-Pflicht wieder einzuführen. [1]

Behauptet Ihr Arzt also allen Ernstes er müsse Ihnen aufgrund eines Myoms die Gebärmutter entfernen und das wäre nur ein kleiner, harmloser Routine-Eingriff und das wäre auch alles gar nicht tragisch, weil sie Ihre Gebärmutter sowieso nicht mehr bräuchten: verlassen sie seine Praxis und suchen sie sich einen anderen Arzt.

Das Robert Koch Institut schreibt zum Thema Operationsrisken und Folgen:

Operationsrisiken und -folgen Auch für eine Gebärmutterentfernung gelten die allgemeinen Operationsrisiken, wie postoperative Blutungen, Infektionen und mit der Narkose zusammenhängende Komplikationen. Laut den Berichten der externen stationären Qualitätssicherung traten im Jahr 2012 bei 1,4 % der Gebärmutterentfernungen mit benigner Grunderkrankung intraoperative Komplikationen auf; am häufigsten Blasen- oder Darmverletzungen. Bei 4 % kam es postoperativ zu Komplikationen (am häufigsten zu Harnwegsinfekten) (AQUA-Institut 2013a). Bei prämenopausalen Frauen kann es nach einer Gebärmutterentfernung zu einem früheren Eintritt der Wechseljahre kommen, auch wenn die Eierstöcke nicht mit entfernt wurden (Farquhar et al. 2005).

(Quelle, Seite 3, oben rechts)

Bei der Diagnose „Myom“ kann ich ihnen nur wärmstens ans Herz legen: setzen sie sich mit einem FUS-Centrum in Ihrer Nähe in Verbindung. Der Eingriff ist – verglichen mit den Risiken einer Hysterektomie – ein Kinder-Geburtstag! Ein Arzt, der heutzutage bei der Diagnose „Myom“ noch eine Hysterektomie empfiehlt hat seit mindestens 10 Jahren keine Weiterbildung mehr besucht und/oder interessiert sich einen feuchten Dreck um das Wohl der Patienten. Bei der Diagnose „Myom“ eine Hysterektomie durchzuführen ist so als würde man bei Fußpilz direkt den ganzen Fuß amputieren! Lasst euch diese Verstümmelung nicht gefallen!


Links zu privat betriebenen Webseiten, die über unnötige Hysterektomien und Alternativen zur Totaloperation informieren: