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Behandung am FUS-Center Dachau

Während meiner Recherchen zum Thema „Uterus myomatosus“ und den Behandlungs-Möglichkeiten war ich Ende Februar 2015 unter anderem auch auf die Methode „MR-HIFU“ („MRgFUS“) gestoßen und hatte schon einiges darüber gelesen. Das was ich in Erfahrung gebracht hatte – durch Zeitungsartikel, Berichte über klinische Studien, Promotions-Arbeiten usw. – klang in meinen Ohren (bzw. sah in meinen Augen) erst mal fast schon zu gut um wahr zu sein:

  • Kein Bauchschnitt, nicht mal eine Operation, Entfernung des Myom-Gewebes durch fokussierten Ultraschall
  • „Genesungszeit“: 2-3 Tage
  • Kein Risiko auf Narben-Brüche, Verwachsungen, Organ-Verletzungen, Wund-Infektionen, keine Peritonitis und all der ganze andere Mist, über den meine Frau von Prof. Xyz vermutlich erst aufgeklärt worden wäre, wenn sie quasi schon auf dem OP-Tisch lag.

zu gut um wahr zu sein!?

In meiner Skepsis befragte ich eine befreundete Ärztin, die mir dann bestätigte, dass sie davon zwar auch noch nie was gehört hätte, sie sich – hätte Sie ein Myom – diese Methode zumindest auch mal genauer anschauen würde bevor sie sich einem Bauchschnitt unterziehen würde. Nachdem ich die prinzipielle Empfehlung von meiner befreundeten Ärztin bekommen hatte, sich MR-HIFU (andere Bezeichnung für MRgFUS) doch mal genauer anzuschauen und dass es aus medizinischer Sicht sicher kein „Wunderheiler-Humbug“ wäre, druckte ich den Artikel aus und gab ihn meiner Frau zu lesen. Sie überflog ihn kurz, legte ihn dann zur Seite und meinte eher zweifelnd „hmm, können wir ja mal gucken, wär ja was wenn das wirklich funktionieren würde“, auch für Sie erschien das erst mal zu gut um wahr sein zu können.

Ich weiß nicht ob wir uns wirklich intensiver mit MRgFUS auseinander gesetzt hätten, wenn sich Prof. Xyz beim 2. Termin Ende März 2015 nicht so dermaßen unseriös verhalten hätte. Hätte er sich da vernünftig verhalten, wäre es durchaus im Bereich des Möglichen gewesen, dass er sich mit einer Therapie-Empfehlung durchgesetzt hätte. Aber seine Lüge, dass bei MRgFUS Nekrosen entstehen könnten, die dann später nur noch mit einer Total-Operation behandelt werden könnten und seine implizite Aussage, er hätte dies schon so erlebt und behandelt, waren dann doch zu viel des Guten, und das Vertrauen in ihn war zerstört (was auch gut so war …).

Am 30. März 2015 war es dann endlich so weit. Meine Frau und ich setzen uns an den Rechner und schrieben eine eMail an das FUS-Centrum Dachau mit der Bitte einen Termin für eine Voruntersuchung zu vereinbaren. Am Tag darauf – gegen 9 Uhr – rief eine Mitarbeiterin vom FUS-Center meine Frau an und führte eine telefonische Erst-Beratung durch. Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle der gute Eindruck, den meine Frau in diesem Telefonat von der Beratung an sich, dem Umgang mit dem Patienten aber auch vom Umfang (ca. 1 Stunde Beratungs-Gespräch!) der Beratung gewonnen hatte.

Nachdem das Telefonat beendet war, rief mich meine Frau an und erzählte mir von dem Telefonat. Das für mich zweit-wichtigste war: alles was ich im Internet mühsam über MRgFUS recherchiert und herausgefunden und meiner Frau erzählt hatte, wurde von der Mitarbeiterin des FUS-Centrums bestätigt – bis ins kleinste Detail. Die Ergebnisse meines „Intensiv-Kurses in theoretischer Gynäkologie“ wurden von einer Expertin bestätigt und in Folge verschwanden auch die Zweifel meiner Frau an der MRgFUS-Behandlung und wir vereinbarten einen Termin zur Vor-Untersuchung am 13.4.2015 am FUS-Center in Dachau. Da das FUS-Center Dachau einen Rahmen-Vertrag zur Behandlung von Myomen unter anderem mit der Barmer GEK hat, bei der meine Frau versichert ist, war auch die finanzielle Abwicklung kein Problem.

Das wichtigste war, und meine Erleichterung, dass sich nun doch noch alles zum Guten wenden könnte, ist kaum in Worte zu fassen: das Thema Hysterektomie per Bauchschnitt war quasi vom Tisch! Ein paar Tage vorher schwebte noch das Damokles-Schwert über mir, dass meine Frau ggf. in Folge einer OP in Zukunft nie mehr völlig gesund sein könnte, nun bestand plötzlich wieder die Aussicht von über 90%, dass mit ein paar Stunden „unbequem im MRT auf dem Bauch liegen“ und „etwas Zwicken im Bauch“ alles innerhalb weniger Tage gelöst sein könnte.

Am Sonntag den 12.4.2015 fuhren wir nach Garching um dort zu übernachten und am 13.4.2015 um 10:00 Uhr klopften wir an der Tür des Sekretariats vom FUS-Center in der Helios-Klinik in Dachau.