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Vorwort

Die „Behandlung“ durch eine niedergelassene Gynäkoligin und den Chefarzt der Frauenklinik an einem renommierten Krankenhaus in einer Großstadt in NRW (Deutschland) war – im Nachhinein betrachtet – ein einziger Alptraum. Wenn ich mir die ganze Geschichte beim Schreiben dieses Webseite nochmal so kompakt vor Augen führe, dann muss ich selbst 3 Monate [1] später schwer auf meinen Puls achten und aufpassen, dass ich nicht platze. Dieses schier unglaubliche Konglomerat aus Fehldiagnose, Arroganz, vorsätzlicher Fehlinformation und dem absolut unethischen Versuch meine Frau quasi schon zu einer Totaloperation zu "zwingen", ist für mich – selbst nachdem doch noch alles gut gegangen ist und ich meine Frau aus den Fängen dieses „Herrn Professor“ befreit habe – nur mit Mühe zu ertragen. Wenn es nach mir geht müsste man solchen „Ärzten“ sofort die Approbation entziehen, der Mann dürfte meiner Meinung nach keine einzige Patientin mehr „behandeln“.

Die Beiträge zur Behandlung in der Frauenklinik sind „harter Tobak“. Sie sind stellenweise sehr emotional, ich nehme kein Blatt vor den Mund und beschreibe manches ganz bewusst in einer sehr harten Sprache . Ich hoffe, dass möglichst viele Frauen diesen Text lesen und in Folge mal darüber nachdenken, ob ihr Gynäkologe, bei dem Sie das Gefühl haben, sie könnten ihm „voll und ganz vertrauen“ und sich „in guten Händen“ fühlen, auch tatsächlich für sie beste Behandlung empfiehlt.

Es gibt genug Fälle in denen eine Hysterektomie der einzige Weg ist um die gesundheitlichen Probleme in den Griff zu bekommen. Aber pro Jahr werden in Deutschland zwischen 120.000 und 150.000 (130.000 in 2013) dieser Operationen durchgeführt, 70% der Hysterektomien erfolgen aufgrund benigner Erkrankungen, wie Blutungsstörungen, Uterus myomatosus, Endometriose usw. [2]. Laut Medien-Berichten sind bis zu 90% der in Deutschland durchgeführten Hysterektomien unnötig. Sollte ihnen also Ihr Gynäkologe bei der Diagnose „Myom“ als einzige Alternative eine Hysterektomie vorschlagen und sie zu einer schnellen OP drängen wollen und sie nicht über Alternativen wie MRgFUS und UAE aufklären, nehmen Sie am besten selbst Kontakt mit einem FUS-Centrum auf, holen Sie auf jeden Fall eine Zweit-Meinung ein und suchen sie sich ggf. besser einen neuen Arzt!


[1] die Zeitangabe "3 Monate" bezieht sich auf die 1. Veröffentlichung dieses Artikels nach der 1. Veröffentlichung im Juni 2015

[2] Otto, Michaela: Subtotale versus totale Hysterektomie: Klinische Parameter, subjektive Patienteneinschätzungen und Kosten, Dissertation, Karlsruhe 2006, Seite 7